Gruppenbild Spielmannzug Glückauf e.V. Bad Salzdetfurth
Herzlich Willkommen beim
Spielmannzug des Bergmannsvereins!

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Im November des Jahres 1952 taten sich einige junge Männer zusammen, mit der Idee, einen Spielmannszug zu gründen. Unter der Leitung von Wilhelm Paap wurden erste musikalische Kenntnisse vermittelt und somit der Zug aufgebaut.
Leider gab es noch viele Probleme. Man hatte wohl einen Übungsraum im alten Schießstand des Gast-
hauses "Neuer Krug", aber es fehlte an Instrumenten, Noten und Trachten, sowie an Zubehör.
Unter den Mitgliedern des Zuges war auch der Kamerad August Hahne, der ebenfalls einige musikalische Vorkenntnisse hatte. Er sorgte von nun an für das Notenmaterial.
Die zu der Zeit Vorsitzenden des Bergmannsvereins Wilhelm Buß und Hermann Mahnkopf waren von der Gründung des Spielmannszuges begeistert. Auch sie halfen durch Spenden und Vereinszugaben, daß neue Instrumente und Zubehör angeschafft werden konnte.

Im Mai 1953 war dann das erste Auftreten des Zuges beim Bergmannsfest in Rössing. Dazu wurden schwarze Hosen, weiße Hemden und eine Mütze getragen.
Den ersten Tambourstab stiftete der damalige Besitzer des Sägewerkes Heinrich Bläsig.
Im Juli des gleichen Jahres war auch das Bergmanns-
fest in Bad Salzdetfurth. Zu diesem Fest erhielt der Zug seine ersten schwarzen Trachten.
Nach dem Wechsel von Wilhelm Paap zur Bergmanns-
kapelle übernahm 1955 August Hahne die Führung des Spielmannszuges. Der Zug hatte zu dieser Zeit 18 Spielleute. Im gleichen Jahr wurde als Übungsraum der Frühstücksraum der Fa. Bläsig zur Verfügung gestellt. Ein leichtes Amt hatte August Hahne allerdings nicht übernommen. So musste er zeitweilig mit 10 - 12 Spielern an Festen teilnehmen. Dennoch nahm man zum ersten Mal an dem Landestreffen in Stadthagen teil, wo man auch gut abschnitt.

Im Mai 1957 wurde das 4. Landestreffen in Bad Salzdetfurth ausgetragen. Leider traten einige Schwierigkeiten auf und auch das Wetter war kalt und regnerisch. In diesem Jahr meldeten sich vier Jugendliche, Gerhard und Henry Braunschweig, Eckhard Hahne und Günther Fleischer, die in den Spielmannszug eintreten wollten. Da Nachwuchs gebraucht wurde, bildete man die Jugendlichen im Trommeln und Pfeifen aus.

Seit 1960 beteiligte sich der Zug auch am traditionellen Wecken zum 1. Mai. Walter Foulhaber, ein Trommler des Spielmannszuges, brachte 1961 etwas Neues vor. Er hatte bei einigen Zügen aus dem Harz gesehen, dass dort nicht nur Pfeife und Trommel gespielt wurde, sondern daß man auch Hörner blies. Die Idee, auch im eigenen Zug Hörner anzuschaffen, wurde mit Begeis-
terung aufgenommen. Alle Pfeifer bekamen nun auch ein Horn. Unter seiner Leitung wurden die Spielleute ausgebildet.

1963 meldeten sich 17 Jugendliche, darunter die ersten vier Mädchen, Gabriete Meier, Marika Knobel, Christa Höppner und Rita Haude, die auch dem bis dahin ausschließlich aus Männern bestehenden Zug beitreten wollten. Sie alle wurden mit Erfolg ausgebildet und waren selbstverständlich mit Begeisterung dabei.
Auf der Jahreshauptversammlung 1964 wurde der Vereinskamerad Hans Knobel zum Jugendbetreuer des Spielmannszuges gewählt. Bald war man mit der Ausbildung der Hörner soweit, daß man auch an einem Wettstreit der Niedersächsischen Spielmannszugs-
vereinigung teilnehmen konnte. Hier kam es zum größten Erfolg. Der Zug wurde in Duderstadt in der Hörnerklasse Niedersachsenmeister und der Stabführer August Hahne belegte den zweiten Platz.

Im Laufe der nächsten Zeit meldeten sich viele Nachwuchsspielleute. Auch wurde in diesem Jahr Henry Braunschweig als Stabführer von August Hahne ausgebildet. Im Jahre 1969/70 trat August Hahne wegen Krankheit zurück und Henry Braunschweig übernahm die Leitung des Zuges.
Marschmusik ist nicht alles, so dachten Gerhard Braunschweig und Hans Günther Bock und brachten die Idee, doch auch einmal ein paar Schlager und Evergreens zu spielen. 1972 wurden diese Stücke das erste mal auf der Barbarafeier gespielt und lösten sofort große Begeisterung aus.

Mit dem nun vorhandenen Repertoire wurden diverse Auftritte und Konzerte wahrgenommen. So reiste der Spielmannszug zu Bergmannsfesten auch außerhalb Niedersachsens und gab manches Konzert.
Nachdem der Spielmannszug in Deutschland viel erlebt hat, war es für alle Spielleute natürlich klar, dass es auch einmal ins fernere Ausland gehen sollte. Als Reiseziel bot sich die spanische Stadt Benicasim an, zu der die Stadt Bad Salzdetfurth erste freundschaft1iche Beziehungen knüpfte. Schließlich wurde der Spielmannszug eingeladen, die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde Benicasim / Bad Salzdetfurth musikalisch zu untermalen.

Eine Institution im Jahresprogramm des Spielmanns-
zuges wurde 1992 zum ersten mal veranstaltet.
Damit sich alle aktiven und passiven Spielleute, deren Angehörige und Freunde des Spielmannszuges einmal anders betätigen, wurde in der letzten Woche vor den Sommerferien eine Fahrradrallye durchgeführt.

1986 bildete Henry Braunschweig als 2. Stabführer Ralf Harbich aus. Der 1999 die musikalische Leitung übernahm. Henry Braunschweig war noch bis ins Jahr 2000 als Spielmann aktiv, bis er 1. Vorsitzender des Bergmannsverein wurde und nun den Spielmannszug von anderer Stelle aus unterstützt.
1996 beteiligte sich der Spielmannszug zum ersten mal am närrischen Treiben in Köln und marschierte beim Rosenmontagsumzug mit. Nach dem anstrengenden Umzug durch die Kölner Innenstadt waren sich alle einig: " Wir fahren wieder hin". Seitdem hat der Spielmannszug xxx die Kölner Jecken zum schunkeln und singen gebracht. Selbst im Fernsehen konnte sich mancher Spielmann wieder sehen.

Nach 25 Jahren Vorstandsarbeit und Betreuertätigkeit für den Spielmannszug trat Hans Knobel 1997 aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Als Spielmann hielt uns Hans Knobel immer die Treue und wir werden Ihn stets in guter Erinnerung behalten. Das Amt übernahm Ralf Harbich für ein Jahr.
1998 trat Peter Brecht die Nachfolge für das Amt des Betreuers an und ist bis zum heutigen Tage für die Belange von groß und klein mit verantwortlich.
Im Jahr 2001 ging es nach Polen, wo es wiederum der Spielmannszug war, der für die musikalische Umrah-
mung bei der Unterzeichnung der Partnerschafts-
urkunde der Städte Bochnia und Bad Salzdetfurth sorgte.
Anfang 2001 hinterließ Ralf Harbich durch seinen Rücktritt als musikalischer Leiter eine große schwer zu schließende Lücke.

Eine Lösung wurde in Kooperation von zwei Stabführern gefunden:
Helge Sandvoß und Nils Braunschweig waren für die musikalische Leitung verantwortlich. Nun wurde Helge Sandwoß durch Marcus Heinz als Stabführer abgelöst.
Vorrangige Aufgabe war es den Abgängen durch Generationswechsel mit intensiver Nachwuchsarbeit entgegen zu treten. Derzeit sind 34 aktive Spielleute zu verzeichnen.

Interessenten sind jeden Mittwoch von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr in der alten Schule in Wehrstedt herzlich willkommen.

Nachwuchs integrieren, Kameradschaft pflegen, Brauchtum erhalten, Spaß und Freude an der Musik ist unser Bestreben, so dass der Spielmannszug des Bergmannsvereins auch weiterhin die Zuhörer und Spielleute begeistert.